Historie
Mit dem Ausbau des Schienen- und Eisenbahnnetzes Mitte / Ende des 19. Jahrhundert gab es einen erhöhten Bedarf an Wohnraum für Bahnarbeiter und Bedienstete.
Typische Bahnhäuser, die die Villa Rotstein werden vielmals entlang der Bahnstrecke gebaut.
Alten Bauzeichnungen zufolge entstand die Villa Rotstein zwischen 1899 und 1902.
Etliche Bewohner bzw. Eisenbahnerfamilien haben seither dort gelebt. Alte Aufzeichnungen des Meldeamtes belegen die Familiennamen.
Mitte der 80er Jahre hat die Eisenbahn das Gebäude mit Nebengebäuden an die Gemeinde Oyten verkauft.
Von dort an wurden in der “Villa Rotstein” Obdachlose, Wohnungslose und Familien ohne Wohnraum und Einkommen untergebracht.
Später kamen Flüchtlinge aus dem Kosovo, Jugoslawien und vielen anderen Ländern und Kulturkreisen hinzu.
All das und vieles mehr haben den Verfall des Gebäudes vorangetrieben.
Zwischenzeitliche Modernisierungen, wie der Einbau einer zentralen Toilettenanlage in 1975, die Sanierung der Treppe in 2007 und viele weitere “Erhaltungsmaßnahmen” konnten nicht verhindern, dass das Gebäude für unbewohnbar erklärt wurde.
Doch damit noch kein Ende der Geschichte.
Die jahrelange Diskussion um die Verlegung des Bahnsteiges haben immer wieder Einfluss auf die Weiterverwendung der Villa Rotstein gehabt. Von Sanierung bis Abriss des “Schandflecks” war alles dabei. Mit dem Wettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft” kamen auch erste Ideen zu einer Verwendung in Richtung Dorf- oder Dorfgemeinschaftsraum.
Im Jahr 2021 stellte die Gemeinde das Gebäude zum Verkauf.
Im gleichen Jahr konnten wir unser Verwendungskonzept dem Gemeinderat vorstellen. Mit großer Mehrheit wurde ein Beschluss zur Übergabe gefasst.
Nach Kaufübertragung in 2022 begannen die Aufräumarbeiten und Erhaltungsarbeiten.
